Leinenpflicht in Oberberg: So schützen Sie sich vor Hundebissen

LeinenpflichtGerade in der sonnigen und warmen Zeit des Jahres fallen in öffentlichen Parks immer wieder Hunde auf, die ohne Leine herumtollen und spielen. Was aber, wenn ein aggressiver und womöglich gefährlicher Hund nicht angeleint ist? Wie verhält man sich dann richtig? Und wieso tragen nicht alle Hunde eine Leine beim Gassigehen?
Erfahren Sie hier alles Wissenswerte rund um das Thema “Leinenpflicht in Deutschland”, wie Sie sich vor einem Hundeangriff schützen können und wie Sie einen Hundebiss richtig versorgen.

 

Welche Hunde müssen an der Leine geführt werden?

Eine generelle Leinenpflicht gibt es in Deutschland nicht. So genannte “Listenhunde”, d.h. Hunde bestimmter Rassen (umgangssprachlich auch “Kampfhunde” genannt), müssen allerdings in der Öffentlichkeit Maulkorb und Leine tragen. Zu diesen Rassehunden gehören deutschlandweit Terrier und Bullterrier, in einigen Bundesländern zählen noch weitere Hunderassen dazu.
Gegen jeden aggressiven Hund kann eine Maulkorbpflicht verhängt werden. Genauso können aber auch Tiere der als gefährlich eingestuften Rassen durch einen Wesenstest (‚Hundeführerschein’) von ihrer Maulkorb- und Leinenpflicht befreit werden.

Gibt es aktuelle Zahlen zur Leinen- und Maulkorbpflicht?

2011 gab es in Berlin (ca. 150.000 Hunde, darunter ihnen ca. 5.000 sogenannter Kampfhunde) 706 registrierte Angriffe von Hunden auf Menschen. Im Jahr 2000 wurden dagegen noch etwa doppelt so viele Fälle gezählt. Bundesweite Zahlen und Statistiken gibt es aufgrund der vielen unterschiedlichen Regulierungen und Gesetze in den einzelnen Bundesländern nicht.

Sollte die Leinenpflicht also ausgeweitet werden?

Die deutlich gesunkene Zahl der Angriffe von Hunden auf Menschen am Beispiel von Berlin lässt den Erfolg der Leinen- und Maulkorbpflicht bei bestimmten Hunderassen vermuten. Die meisten der 706 Angriffe von Hunden auf Menschen in der Bundeshauptstadt im Jahr 2011 gingen allerdings von Mischlingen aus. Dies lässt sich damit erklären, dass zum einen viele Opfer die Hunderasse nicht kannten und einen Mischling angaben, zum anderen ist die Anzahl der in Berlin gehaltenen Mischlinge besonders hoch.
Kritiker fordern schon lange eine Abschaffung der generellen Leinen- und Maulkorbpflicht bei sogenannten Kampfhunden, und weisen darauf hin, dass nicht eine bestimmte Hunderasse an sich gefährlich ist, sondern dass die mögliche Aggressivität eines Hundes von seiner Sozialisierung und seinem Halter abhängt. Allgemein wird kritisiert, dass die wenigen Statistiken, die es zu Hundeangriffen auf Menschen gibt, nicht aussagekräftig genug sind.

Lesen Sie im Folgenden, wie Sie sich vor Hundeangriffen schützen können und wie man eine Bisswunde richtig behandelt.

Wie vermeidet man einen Hundeangriff?

Anders als man vielleicht vermutet, werden die meisten Menschen nicht von fremden Hunden, sondern von ihren eigenen gebissen. Kinder zwischen 5 und 9 Jahren sind davon besonders betroffen. Lassen Sie Ihre Kinder daher niemals unbeaufsichtigt mit einem Hund zusammen.
Bei der Begegnung mit einem fremden Hund gelten die folgenden Verhaltensregeln:

  • Laufen Sie niemals vor dem Hund weg.
  • Schreien Sie nicht, denn das könnte den Hund zusätzlich aggressiv machen.
  • Starren Sie dem Hund niemals intensiv in die Augen, denn das empfinden die Tiere als Bedrohung.
  • Streicheln Sie den Hund nicht, wenn dessen Herrchen nicht dabei ist.
  • Fassen Sie den Hund nicht von hinten an.
  • Gehen Sie dem Hund nicht nach, wenn er vor Ihnen zurückweicht.

Wie verhält man sich nach einem Hundebiss?

Zunächst sollten Sie die Wunde gründlich reinigen und dann mit Desinfektionsmittelabtupfen. Legen Sie danach einen sterilen Verband auf – am besten mit einer Kompresse darunter.
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Es ist wichtig, dass Sie Ihre Verletzung in den nächsten Stunden und Tagen genau beobachten. Hundebisse können Hautverletzungen, aber auch tiefere Wunden und Muskulaturschädigungen hervorrufen. Außerdem ist das Maul eines Hundes niemals frei von Bakterien, was zu einer Wundinfektion führen kann.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn:

  • die Wunde anschwillt, schmerzt oder sich rötet,
  • Sie Fieber bekommen,
  • wenn sich eine Blutvergiftung, erkennbar an einem roten Strich, der von der Wunde wegführt, entwickelt hat.

Zusätzlich sollten Sie Ihre Tetanusimpfung auffrischen lassen, und vor allem dann eine Tollwutimpfung vornehmen lassen, wenn sie im Ausland von einem Hund gebissen worden sind.

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