Da sind sie wieder, die Chaoten – 1400 prügeln sich in Wuppertal

Deutsche und italienische Fans haben sich nach dem EM-Halbfinal-Sieg der Italiener in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens Schlägereien geliefert und für viele Polizeieinsätze gesorgt.

Hauptsächlich in Wuppertal gerieten Feiernde und Frustrierte in der Nacht zu Freitag gewaltig aneinander. Die Polizei nahm 33 Randalierer fest oder in Gewahrsam. 13 Menschen wurden verletzt, unter ihnen ein Polizeibeamter. Regen und Gewitter setzten dem Spuk schließlich ein Ende.

An einer Kreuzung in Wuppertal-Elberfeld waren nach dem Fußballspiel rund 1400 Fans beider Seiten aufeinandergeprallt. Sie brannten Bengalo-Feuer ab und prügelten sich. Hunderte Autos, besetzt mit italienischen Fans, fuhren hupend durch die Innenstadt.

In Marl im Kreis Recklinghausen richtete sich die Aggression enttäuschter deutscher Fans auch gegen die Polizei. 250 Menschen hatten sich dort versammelt und ließen ihren Frust aus, indem sie Flaschen auf Beamte warfen. Die Polizei verhinderten eine Eskalation zwischen rivalisierenden Fangruppen.

Unruhig ging es auch in Essen und Neuss zu. Dort fühlten sich enttäuschte deutsche Fans vom Jubel der Italiener provoziert.

Der überwiegende Teil der Fußballbegeisterten jedoch reagierte landesweit auf das Aus für Deutschland zwar niedergeschlagen, aber ohne Gewalt. In Köln, Düsseldorf und Aachen wusch heftiger Regen die Tränen ab.

Quelle: dpa.de

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