Der Schulstandort Gummersbach hervorragend aufgestellt für die Zukunft

Hauptschule ade? Sekundarschule oder Gesamtschule? Ein oder zwei Gymnasien? Zurückgehende Schülerzahlen und ein neues Schulgesetz für Nordrhein-Westfalen machen es erforderlich, dass Politik und Verwaltung sich intensiv mit der Frage auseinandersetzen: Wie sieht der Schulstandort Gummersbach der nächsten Jahre aus? Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe „Schulentwicklung“ hat das in sechs intensiven Sitzungen getan, mit am Tisch saßen die Leitungen der sechs städtischen weiterführenden Schulen.

Ziel der Beratungen sei es gewesen, so Vorsitzender Thorsten Konzelmann, die Rahmenbedingungen des so genannten nordrhein-westfälischen „Schulfriedens“ in Gummersbach umzusetzen und dabei eine möglichst breite parlamentarische Basis für die notwendigen Entscheidungen zu schaffen.

Nun hat die Arbeitsgruppe der Presse Ergebnisse präsentiert, die sie zunächst dem Schulausschuss und dann dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen wird.

„Wir gehen davon aus, dass unsere weiterführenden Schulen vom Schuljahr 2015/2016 an ein Anmeldeaufkommen von insgesamt 14 Zügen haben werden“, stellte Schuldezernent Peter Thome dar.

Für die einzelnen Schulformen ergeben sich daraus folgende Empfehlungen an die politischen Gremien:

  • Bereich Hauptschule: Schon seit Jahren ist es nicht mehr gelungen, die notwendige Zweizügigkeit an der Hauptschule Strombach herzustellen. Zuletzt ist nicht einmal die Einzügigkeit erreicht worden. Daher soll die Hauptschule auslaufend geschlossen werden. Für die verbleibenden Schüler sollen bis zu deren Schulabschluss die bestmöglichen Bedingungen geschaffen werden.
  • Bereich Gesamtschule: Durch die Schließung der Hauptschule werden vermehrt Kinder mit Hauptschulempfehlung die Gesamtschule besuchen. Dennoch muss die Mischung von gleichmäßig vielen Kindern mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gesichert bleiben. Daher soll die Gesamtschule Derschlag auch künftig fünfzügig geführt werden. In Gesprächen mit den Nachbarkommunen soll sichergestellt werden, dass die dort entstehenden Sekundarschulen den Bestand der Gesamtschule nicht gefährden.
  • Bereich Realschulen: Die beiden städtischen Realschulen soll über das Schuljahr 2015/16 hinaus auf insgesamt vier Züge festgeschrieben werden. Da in den Nachbarkommunen Realschulen geschlossen werden, rechnet die Arbeitsgruppe mit einer leicht wachsenden Zahl von auswärtigen Schülern, die künftig unsere Realschulen besuchen werden.
  • Bereich Gymnasien: Die Arbeitsgruppe rechnet über das Jahr 2015 hinaus mit insgesamt fünf Zügen für die städtischen Gymnasien. Die beiden Schulen werden aufgefordert, die inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen für einen Zusammenschluss zu schaffen. Ab dem Schuljahr 2013/14 wird der Ganztagsbetrieb eingeführt.

Alle Beteiligten zeigten sich mit den erarbeiteten Empfehlungen zufrieden. Er freue sich sehr darüber, dass die vorliegenden Ergebnisse einstimmig beschlossen worden seien, sagte Bürgermeister Frank Helmenstein: „Der Schulstandort Gummersbach wird auch in Zukunft hervorragend aufgestellt sein.“

Quelle: Gummersbach.de

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